Eifelland-Racing::Werkstatt

Hinter den Kulissen: Arbeiten in der eifler Werkstatt

Im Industriegebiet von Dudeldorf bei Bitburg liegt die Wiege allen Geschehens - die Werkstatt von Eifelland-Racing. Auf über 300qm werden hier die Rennfahrzeuge gewartet und für Test- und Rennveranstaltungen vorbereitet.

Wie so oft besteht der Glaube, dass die Arbeit eines Teams nur auf den Rennstrecken an den Rennwochenenden anfällt. Das würde im Prinzip bedeuten, dass in der übrigen Zeit die Teamteilnehmer entweder freie Zeit hätten oder einer anderen Beschäftigung nachgingen. Ganz das Gegenteil ist der Fall, jedenfalls bei uns, denn nicht nur an den Renntagen wird von ihnen Präzisionsarbeit geleistet.

Beginnend damit, dass Testveranstaltungen arrangiert werden, nicht nur, um Neulingen das Fahrzeug technisch wie auch das Handling näher zu bringen. So müssen die Teams auch neue Fahrer, oft aus dem Kartsport kommend, für die anstehende Saison festlegen. Entscheidungen in Bezug auf die Fahrerwahl werden nicht einfach so gefällt. Um einige Faktoren zu nennen, sind z. B. Erfahrungen des Fahrers, Talent und Geschick, Budgetplanungen ganz wichtig; so muss aber auch die Chemie zwischen den Fahrern und den Teams stimmen.

Eifelland mit Katsinis Wenn auch alle Rennfahrzeuge einheitlich dieselben technischen Voraussetzungen mitbringen und dem technischen Reglement entsprechen müssen, so gibt es dennoch einige notwendige Feinabstimmungen. Und hier kommt es auch auf eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Fahrer und seinem Techniker bzw. Ingenieur an.

Mal abgesehen vom Entwurf bis hin zum endgültigen Design eines Fahrzeugs, was auch einige Zeit in Anspruch nimmt, bedarf z. B. die Herstellung eines individuellen Fahrersitzes um die drei Stunden; die Fahrzeugpedale müssen auf die Größe des Fahrers eingestellt und das Fahrzeuggewicht auf das Gewicht des Fahrers abgestimmt werden.

Eifelland-Werstatt Eifelland-Werkstatt Eifelland-Werkstatt-Lackierung Allerdings sind dies nur ein geringer Bruchteil dessen, was noch an Arbeit ansteht. Es geht also im wahrsten Sinne des Wortes noch richtig ans Eingemachte, wenn das Formelfahrzeug komplett auseinander gebaut wird und jedes Detail, jedes Zahnrad und noch so kleine Schräubchen gereinigt, kontrolliert, geölt, und das eine oder andere repariert oder eventuell ersetzt wird. Schläuche werden nach Bruchspuren abgesucht, Verbindungen auf ihren korrekten Sitz geprüft, jedes Teil um den Motor sowie der Motor selbst müssen eingehend gecheckt werden.

Du kannst Dir also vorstellen, dass all diese Arbeiten den Technikern eine gewissenhafte und verantwortungsvolle Ausführung abverlangen. Nur die kleinste Nachlässigkeit, kann ein Nachteil für den Rennverlauf und das Ergebnis bedeuten.


Eifelland-Werkstatt

Ist der Bolide weitgehend intakt und hat auf der Strecke vielleicht nur Steine aufgesammelt, bleibt der Schaden begrenzt und kaum Ersatzteile kommen zum Einsatz.

Was aber, wenn durch einen Unfall oder Zusammenstoß das Chassis angeknackst ist, eine gebrochene Radaufhängung nicht mehr ihren Dienst tut oder das Monocoque oder der Motor ausgetauscht werden müssen? Der Austausch dieser Teile sowie auch die Lackierung neuer, ist in der Werkstatt natürlich kein Problem. Aber viel aufwendiger und aufreibender werden diese Aufgaben während eines Rennwochenendes, wenn Reparaturen wahrlich nach Zeit durchgeführt werden.
17-07-2009


Hinter den Kulissen:
Perfektion nicht nur bei den Rennen (Bericht 1)
Umbauten im Zeitraffertempo  (Bericht 3)